Europamoral: zu vornehm, um zu verkaufen?

10. November 2020

Plötzlich waren Produkte und Dienstleistungen nicht mehr verfügbar. Essen wurde gehortet und Unternehmen gingen über Nacht Pleite.

Krisen wie Covid 19 zeigen die Bedeutung einer funktionierenden Marktwirtschaft für alle Marktteilnehmer, aber auch für die Staatsgemeinschaft als solche, in einer bisher nicht gekannten Deutlichkeit.

Neben dem Wegfall der Steuereinnahmen und dem Angebot an Produkten und Dienstleistungen spürten gerade auch kleine einheimische Unternehmen (KMU) den “Wegfall des Marktplatzes” sehr unmittelbar. Diese “kleinen” Unternehmen stehen normalerweise nicht im Rampenlicht, erbringen aber einen Großteil der einheimischen Wirtschaftsleistung: Steuerberater, Consultants, Coaches, Anwälte, IT-Berater, Bühnentechniker oder auch Schriftsteller “von nebenan”.

Eine freie Gesellschaft baut auf einem freien Marktverständnis auf

Der öffentliche Marktplatz mit all seinen Facetten, und der damit gegebene potenzielle Kontakt zum Kunden ist Voraussetzung für Unternehmertum und Selbständigkeit.

Und so zeigen sich in der Krise die Risiken der Selbständigkeit in ihrer ganzen existenzbedrohenden Hässlichkeit:

  1. das oft unterschätzte Unternehmensrisiko (ohne Kunden kein Umsatz, heißt kein Einkommen, trotz weiter laufender Ausgaben)
  2. die zehrende, ständige Leistungsanforderung, trotz Krankheit, familiären Anforderungen, Schulausfällen etc. und
  3. die 24/7 begleitende Existenzangst, auch für Familie, Mitarbeiter, Lieferanten etc.

Selbständigkeit bedeutet aber mehr als nur erhöhtes Risiko.

Es zeigt sich noch ein grundlegenderer Unterschied: Um überleben zu können, bedürfen Selbständige eines ganz bestimmten, regulatorisch, praktisch und auch mental unterstützenden, Umfelds. Es reicht zum Erfolg für den Selbständigen nicht, täglich seine Aufgaben gut abzuarbeiten und auf seinen Monatsende zu warten.

Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat viele neue Dienstleistungen auf einen Markt gebracht, der hart umkämpft ist. Postkästen, email Eingänge sowie Apps stehen unter Dauerbeschuss von Unternehmen, die verzweifelt versuchen, auf sich aufmerksam zu machen.

Und selbst mit Werbung kommen Kunden und Umsatz nicht einfach automatisch herein. Während große Netzwerkanbieter, Stromversorger, Supermärkte oder Modeketten mit dem Produkt noch werben können, kann das der kleine Anwalt, Steuerberater, Tischler, Masseur oder Energetiker kaum. Er benötigt dafür ein “menschlich interessiertes” Umfeld.

Dieses Umfeld, dieser “Markplatz” bedarf zuerst einmal der tatsächlichen Begegnung, also der physischen Zusammenkunft, wenn auch mit Sicherheitsabstand.

Es bedarf aber auch einer mentalen Begegnung: Das bedeutet die geistige Offenheit und des gesellschaftlichen Verständnisses, dass ein Marktplatz notwendig, hilfreich, bunt und vorteilhaft ist.

Genau diese Offenheit scheint aber in Europa zu wenig gegeben. Ob aus Umwelt-, sozialen, oder politischen Gründen: Unternehmer- und Marktkritik gewinnen zunehmend an Beliebtheit.

Ständiges Verkaufen ist überlebensnotwendig

Eine besondere Herausforderung für viele kleinen Unternehmen ist die ständig überlebensnotwendige Ansprache neuer Kunden und die damit verbundene Präsentation der eigenen Leistungen.

Das ist an sich schon eine Gratwanderung denn niemand möchte anbiedernd oder gar verkäuferisch da stehen.

Kleine bzw. Einzelunternehmen haben kein Budget, großflächig oder weitgefächert zu werben. In der Praxis zählen überwiegend der persönliche Auftritt und die Visitenkarte bzw. website, mit welchen der Unternehmer auf sich und seine Leistungen aufmerksam machen kann.

Europa hat ein ideologisches Problem mit dem freien Markt

Dieser persönliche Auftritt findet Platz und Möglichkeit im angloamerikanischen, aber auch im asiatischen Raum. Ein Grundverständnis für die Suche nach neuen Geschäftspartnern und weiteren Kunden als selbstverständliche, sinnvolle und nützliche gesellschaftliche Aktivität ist gegeben.

Wer daher etwas leisten kann und anbietet, wird interessiert beobachtet, wenn nicht bewundert. Den Menschen ist klar, dass Gespräche und Geschäftsverhandlungen oft bzw. regelmäßig beidseitig vorteilhafte Geschäftsabschlüsse produzieren und “Deals” werden daher aktiv gesucht.

In Europa, und vor allem in den römisch-katholisch geprägten Schuldgesellschaften, ist schon das Wort “Markt” suspekt. Menschen haben sich (bloß) zum gemeinsamen Gebet, zur Kulturpflege, strikt sozialen oder wenigstens humanitären Hilfestellung zu treffen.

Der Grundtenor ist oft zynisch: Ja, wir wollen bessere Dienstleistungen und Produkte günstig erwerben, aber bitte ohne den Mühen des freien Markts, insbesondere ohne des Verkaufs oder gar Verhandelns. Zeitraubende Werbung und Verkauf werden daher nicht nur als unangenehm empfunden, sondern sind sogar verpönt.

Nicht selten hört man sogar Beschwerden über die Produktvielfalt: “Ich brauche ja keine 20 Joghurtsorten im Supermarkt.” “Nein”, möchte man als entgegnen, “Du nicht, aber wir alle wollen auch nicht nur Deine Lieblingssorte essen müssen.”

Dieser Zusammenhang zwischen Marktmechanismen und Dienstleistungs- und Produktvielfalt ist in einer auf unselbständig Tätige fokussierten Politik und Gesellschaft oft gänzlich unbewusst.

Jedoch, für einen funktionierenden Markt und damit für Unternehmen sind gerade informierte, interessierte, offene und selbstbestimmte Marktteilnehmer notwendig.

Als Beispiel: Die Verwirrungen der DSVGO schaden

Die Verwirklichung der DSGVO ist beispielhaft für diese Irrauffassung: Ein potenzieller (privater oder gewerblicher) Kunde darf von Unternehmern in keiner Weise angeschrieben oder sonst kontaktiert werden, bevor letzterer explizit und aktiv dazu seine Zustimmung gibt. Diese Zustimmung darf aber ebenfalls nicht direkt erfragt werden, außer der Kunde kommt von sich aus auf den Anbieter zu.

Das mag dort seine Berechtigung haben und funktionieren, wo riesige Unternehmen mit entsprechenden Werbebudgets und -maßnahmen Lust, Markenaffinität und Bedarf erzeugen können.

Beim selbständigen IT-Fachmann oder Consultant, Schriftsteller, Coach oder Trainer kann aber beruhigt davon ausgegangen werden, das praktisch niemand von sich aus Werbeprospekte anfragen wird. Gesamte Branchen finden sich faktisch ohne Grundlage, mit ökonomisch vertretbaren Mitteln legal neue Kunden anzusprechen.

Gleichzeitig kann man beobachten, dass Spam-Mails von unredlichen außereuropäischen Unternehmen keineswegs abgenommen haben, auch die Postwerbung von großen Unternehmen scheint kaum vermindert.

Unternehmer benötigen zum Überleben die persönliche Ansprache?

Jetzt, während sich die wirtschaftlichen Folgen des Shutdowns bemerkbar machen, wird einiges über lokale Marktplätze und die Bedeutung des heimischen Kaufes geschrieben. Den Menschen wird bewusst, das ihr Viertel, ihre Stadt, ihre Region nur ökonomisch überleben kann, wenn der Kreislauf in Bewegung bleibt.

Was bietet der selbständige Nachbar eigentlich an?

Doch wie oft habe ich erlebt, das Nachbarn und selbst Familienmitglieder nach einem Kauf überrascht waren, das sie die gleichen Produkte oder Dienstleistungen direkt auch von der Cousine oder Freund des Bruders (und zu gleichen Konditionen) hätten kaufen können!

Denn der persönliche Verkauf ist im Großen und Ganzen tabu. Die Fitnesstrainerin beißt sich bei Festen eher auf die Zunge, als ihre Leistungen zu verkaufen. Es lauert ja immer die Gefahr, sie könnte aufdringlich oder gar verkäuferisch wirken.

Beim nächsten Treffen stellt sich dann aber heraus, dass sich die Tischnachbarin, mit der man sich so gut verstand, im Fitnesscenter inzwischen einen Sportscoach gebucht hat.

Geht alle Werbung online?

Bleibt für kleine Unternehmen nur noch die nahezu unerschwingliche Online-Werbung. Doch hier zeigt sich nun anhand eines Beispiel eine weit verbreitete Werbe- und damit Unternehmerfeindlichkeit in Österreich, trotz allen Lippenbekenntnissen. Denn wer Unternehmen will, muss ihnen auch zugestehen, dass sie sich und ihre Produkte aktiv anbieten.

Wenn ein kleines Unternehmen bereit und finanziell in der Lage ist, eine bezahlte Anzeige zu schalten, sollte es nochmal genau sein Angebot überlegen – denn unter Umständen wird ihm vorgeworfen mit der (bezahlten) Anzeige zu aggressiv zu werben!

Sogar Online Marktplätze verkünden das verkaufen unsympathisch und irreführend ist

So verkündet die mir vorliegende, kürzliche Antwort eines Online Marktplatzes, der sich laut eigenen Angaben EPU und Grätzln in Wien widmet: “Die Aufmachung [dieser CD-Box, Anm.d.A] war für mich eine eher irreführende Abverkaufsseite.” Weshalb man Abstand davon nehme, diese (bezahlt!) zu bewerben. Es klingt wie ein Hohn, dass die selbe “hochmoralisch” agierende Agentur noch öffentliche Gelder der Wirtschaftsagentur Wien anzapft, um KMU im Grätzl zu fördern.

Mit dieser moralischen Überheblichkeit und Verkaufsangst brauchen wir in Europa keine Sorge vor der Konkurrenz aus Asien oder den U.S.A. haben. Wir machen unsere Unternehmen so schon selbst fertig.

Wir brauchen einen europäischen Weg in die Zukunft

Wenn wir ernsthaft als Gesellschaft Freiheit, und vor allem auch eine freie Berufs- und Lebensgestaltung schätzen, brauchen wir eine Gesellschaft, die ihre Elemente wie den Markt, Werbung und Angebotskultur schätzt.

Dies ist keinesfalls unmöglich, doch eine Änderung muss in den Köpfen stattfinden!

  1. Dazu benötigt es bereits in der Schule in den Ausbildungsstätten Lehrpersonal, das in einem überschaubaren Betrieb die Mechanismen des Marktes und auch die Abhängigkeit vom Kunden persönlich kennen gelernt hat.

    Praktika in kleinen Betrieben mit entsprechender Kundenfrequenz sollten verpflichtender Teil des pädagogischen Lehrplans in der Lehrerausbildung werden.
  2. Schulen sollten Projekte fördern , welche ein Produkt oder Dienstleistung vermarkten und verkaufen.

    Unsere Kinder werden zwar ohne Zögern auf die Straße geschickt, um für Kirche und Caritas zu betteln, aber Früchte selbst zu pressen und Fruchtsaft für ein Taschengeld beim Schulfest zu verkaufen, wird weitgehend als zu gewinnorientiert abgelehnt.

    Ob Saftläden, Schülerzeitung oder Schulfest: Statt auf Förderungen und Spendengelder zu spitzen kann hier bereits Angebot und Nachfrage bei gleichberechtigten und wohlwollenden Marktpartnern erfahren und erprobt werden.
  3. Entscheidungsträger insbesondere in der Politik sollten vor ihrer Volksvertretung wenigstens eine gewisse Zeit den rauen Wind insbesondere im Verkauf eines einheimischen KMU gespürt haben.

Nicht zuletzt wäre es an der Zeit, uns in Europa ernsthaft und ehrlich mit der Frage auseinander zu setzen, wie viel Freiheit wir wirklich für uns und unsere Kinder wollen. Es ist sehr leicht und gesellschaftsfähig, Fehler im Kapitalismus anzuschwärzen.

Es sollte auch leicht sein, die Vorteile und Freiheiten zu nennen, welche wir durch diese Marktform genießen können. Nicht zuletzt ist auch die Begegnung als gleichberechtige Marktteilnehmer ohne Abhängigkeit ein hohes Gut.

Wenn wir im 21. Jahrtausend ein kreatives, zukunftsfähiges, freies und unternehmerisches Europa wünschen, dann bedarf es eines Umdenkens und einer Gesellschaft, die das Unternehmertum mit allen seinen Facetten auch schätzt. Die oben genannten Schritte sollten wir besser heute als morgen angehen.

Invitation to Mediation Lounge

15. October 2020


MEDIATION LOUNGE

Our informal getting together goes with the slogan “Exchanging ideas & approaches to solving conflicts & getting to know mediation”.

The alternative conflict resolution model mediation or arbitration might also help you to solve your conflict(s). Your professional mediator should definetely fit to you as human being and from the chemistry. There is no better informal opportunity out there to meet a whole lot of conflict solvers in a casual and very personal way!

You will also be able to get to know some of the authors of our Masterbook series personally and are free to ask questions or discuss interesting items of their writings.

This event is being organized together with the Association for integrated Mediation Austria. It is recognized as advanced training according to § 20 ZivMediatG. Confirmations will be handed out on request for a contribution towards expenses of € 5,- to any attendees.

Sex, Money, Power: Why people negotiate all the time, even when they don´t

7. September 2020
Man and woman negotiating

Responsible Managers Are Rightly Complaining about Lacking Negotiation Skills

Managers with outcome responsibility often tell me how frustrating it is asking their colleagues to prepare better for negotiations. They complain about lacking awareness for negotiation skills, or even outright misunderstanding of the very term “negotiations”. 

More often than not, it is not a lack of will that stops professionals focusing on their negotiating strategies and thus arriving at better results, but a costly lack of awareness:

People want to believe they are just talking, meeting, discussing. “Negotiating” sounds too harsh and tactical, or even too one-sided to what they think they are doing, when what they really are doing is clearly negotiating.

In relationships, ignorance about how to smoothly get what you need can be a costly mistake: Not knowing why and how you can influence others (without bossing them around) will cost you money, time and good-will.

Most surprisingly, it is often the people who would need most to be working on their negotiation skills who least acknowledging that their relationships are not working as well as they think they are.

If your colleague is seeking to keep or improve relationships, they must not ignore negotiation skills.

Here is why:

  1. People, in general, are not isolated island dwellers. They need others to meet their targets
  2. Hardly anybody is in the position to order others around. If you need to persuade others to support you, you need to negotiate.
  3. While it does cost time, effort and money to work on your skills, the long term effects outweigh these costs by far.
  4. There is no need to go the egoistic route, fight and struggle, when you could find options that satisfy your needs while leaving everyone else better off?

How to persuade colleagues to start negotiating better instead of just repeating their points over?

Here is a short Argumentation guide for people “never negotiating”

Yes, I know, some people just believe they are never negotiating.

Here a little argumentation guide to guide you through the “conversation” with them. You can use it to practice your own argumentation (yes, argumentation skills can be a big part of negotiations)

Colleague says: “Why should I look into negotiation skills? I never negotiate anyways.”

Step 1: Start with asking a question to establish ground:

I know you are not living on a far-away island, so you are probably entertaining relationships with work colleagues, neighbors, family and friends, right?

If they are not completely asocial nerds, they would have to answer “Yes“.

Step 2 Go on:

Are they all following your orders, I mean do they see you as their commander?

Now some smart pencils will probably point out that their subordinates are following their orders, and maybe their kids, or even their husbands (or wives). But by and large most people can not simply boss other people around to do what they please. Since in free societies people come and interact at their own will, the answer is bound to be “No, they don´t follow my orders”.

Step 3 Continue:

So if you don´t command them, do people always give you what you want, when you simply ask them for it?

We all know the answer to this question is “No”. If not, please tell me where to move!

Step 4 Now comes a decisive question:

How then do you make people do what you need them to?

They might return your question and ask you: “Like what?

Negotiating Like what? Human encounters are basically negotiations!

Step 5 It´s your turn to explain yourself now. There are hundreds of examples you can give, like:

  • “Do you loath the thought of asking your colleague yet another time to fill you in on what´s happening? You are getting promises, but never quite the most important part?”
  • “Do you ever wish you could choose the movie being watched on Netflix?”
  • “Would you like your client to give you notice just a little bit earlier next time so you can better plan?”
  • “Are you wondering why your group of friends always ends up at the Chinese place, while you prefer Burgers?”
  • “Do you try to convince your team to go ahead with certain steps yet they sometimes don´t “get it”?
  • “Would you like to buy something, however the price is just not in your budget rage?”
  • “Do you wish Mr.X (fill in as needed) would be talking to you in a different, more respectable way?”
  • “Do you feel that in your relationship the responsibilities are not quite shared equally and should be?”
  • “Would you sometimes like to explain why you are having certain (political) opinions, but you seem to run into a wall with your counterpart?”

Essentially you could choose any example where at least two people are communicating with each other, if one would like the other to do, omit or understand something the way he wants.

Now, what is a negotiation?

The actual definition of negotiation reads: “A negotiation is an interaction in order to influence the behavior of at least on other person, whereby different interests are reconciled and brought about in a developing process” (find more on p20 of my Bestseller The Master Negotiator).

If your counterpart looks at it that way, they will find that the question is not “where do I negotiate?”, but much more “where do I not negotiate?”.

What if the negotiation is called “meeting”, “presentation”, or “discussion”?

Don´t get confused by nomenclature, like masking negotiations under terms like “conversation”, “meeting”, “discussion”, “performance talk” etc. These often obfuscate the picture of what you can contribute and change if you set your mind to it.

All relationships are products of negotiations, and thus negotiable, not only regarding contents, but also in the way the are being conducted:

If your colleagues need to convince people and develop their relationships, there is no way around working on negotiation skills.

5 strategies for Your Online Meetings & Negotiations

5. May 2020

1. Assign responsibility for Your meeting process = appoint a moderator

As explained in my previous post, not all meetings are meant for “equality” for a variety of reasons.

A moderator helps participants focus, and guarantees security about the process and rules. Depending on the rules of the meeting, no one can speak without the moderator’s consent, and shy contributors are being nudged to share with his active invitation. This is even more important for online meetings, given the lack of body cues and failing audio or video quality issues.

Tip: Make sure you write down the expected outcome together with the expected time for the meeting. Don´t hesitate to reiterate or even ask somebody what you´re all here for if people get lost.

2. Set a meeting objective & make sure, people know it

Call it whatever you like: “Agenda”, “Reason to meet” or “Outcome expected”, but make sure there is a clear goal to your meeting, and people know about it. If you want to socialize that´s fine, just make sure everyone is on board, lest you lose your credibility once you want to achieve any substantial discussion.

Tip: Make sure you write down the expected outcome together with the expected time for the meeting. Don´t hesitate to reiterate or even ask somebody what you´re all here for if people get lost.

3. Distinguish between “required”, “helpful”, and “tolerated” participants

Inviting everybody remotely interested feels tempting. People perceive you as being active on the one hand, and making sure nobody feels left out on the other. Especially when working remotely for an extended time, as we do have to do now during the Covid-19 lock down, it might also feel nice to getting face time with people that you are used to having around.

However, there is one big problem: Meetings don´t accomplish much when many people are taking part who don´t actively contribute towards the meeting objective. If there are many people in the online meeting, many feel obliged to contribute anything in order to justify their presence.

Tip: To solve that quagmire, introduce roles, like “required”, “helpful” or even “tolerated” with definite expectations linked to them. People can “come by” without feeling an urge to disturb.

Tip: Introduce roles, like “required”, “helpful” or even “tolerated” with definite expectations linked to them. People can “come by” without feeling an urge to disturb.
Don´t hesitate to play with the roles and actively call out the change of a role, e.g. from “required” to “tolerated”, e.g. when participants played their part and can´t contribute any longer. This might also help them leave and go to something more productive than losing the urge to linger.

4. Conclude with meeting notes & simple/clear follow-up terms

Many meetings end with vague smiles from all participants, happy to go back to their To-Do lists.

It is the your responsibility as moderator to summarize and point out meaning and action for each point tackled of the agenda. Like a good journalist, the key task is to spell out headlines and identify action items.

Tip: Summarizing the results in the end either in writing, or by recording the final oral summary of the moderator can help making sure decisions are being followed up and remembering which person is responsible for its delivery.

5. Agree on basic regulatory framework. Start with mute/unmute and video/no video protocol

It’s important for you to show early that rules are set and enforced for everybody, if you don´t want people to settle for the easiest, but mostly worst, option. Start with technical issues, and follow up with whatever is needed for the group to be efficient.

  • Default to video: It’s easier to pick up facial clues and avoid interruptions when you can see your counterpart
  • Mute your audio when there are more than four people: it is nearly impossible to avoid background noise which wears everybody down. If there is no lively discussion between just a few people, mute your mic and spare everybody the noise
  • Clarify: as soon as possibly that contributions are only welcome if they are advancing the discussion towards the stated aim. Online meetings require very clear communication to keep everyone on task.

Of course, one of the biggest pitfalls is to have somebody of the team being responsible for “rule enforcement”. It is hard to stop colleagues from repeating themselves the third time when you might need their support at a parallel project.

Tip: Have people moderate meetings who don´t have to worry about their appearances and can stay neutral. Sometimes HR will be able to help. Best results (and shortest meeting times) will be achieved when getting support by outside professional (online) moderators.

Group Coaching Negotiation: Ask Amin Anything

24. April 2020

Ask the Master Negotiator Online in
“Ask Amin Anything”

The Online format of group Coaching helps you find the ideal approach to your next of negotiation and get inspired by the input of other negotiators, whether in sales, meetings, presentations or within organizational politics

Are you interested in situations and roadblocks others face, and want to learn more about how these difficulties can be overcome? Do you want to profit from the motivation and inspiration inherent in a group exchange under professional supervision?

Do you appreciate the opportunity to stay updated on negotiation matters once a month?

For all these situations you´ll find a good opportunity in “Ask Amin Anything”. In this monthly group Coaching all possible (and sometime impossible) cases are being looked at, and questions asked like e.g.:

  • How do I deal with the shark negotiator in my team?
  • What can I answer my client on “You are too expensive”?
  • How do I influence people if I don´t want to become a manipulator?

Dealing with people is very multifaceted: Argumentation, feeling, communication, Goal setting and tracking… it makes sense to answer one or two questions. Let´s strategize, prepare, and improve together.

Agenda (1st Saturday/month)
10:00 Start
10:05 How did my negotiations go last month? Do I get closer to my objectives this year? What are my thoughts and feelings on that ( 2-3 Min/participant)
10:25 Are there open questions I´d like to raise?

10:35 Which goals am I setting for myself? What are my take-aways out of this setting?
10:40 Finish

Book “Ask Amin Anything”

Setting up (online) meetings right

16. April 2020
Meetingsmoderation

The biggest pitfalls in (online) meetings

YOUR FIRST STEP: Choose the basic Setup for your meeting

When you are setting up a meeting, you do have to take a basic, but very important choice right in the beginning: Will the meeting be

1) “all equals“, meaning that all participants are on the same level and can contribute to process & content, or will the meeting be

2) moderated, i.e. will you or somebody else be the Meeting Master conducting it and be responsible for the process.

This setup has a huge influence on the entire meeting, its pitfalls and its outcome.

All Participants have the same status - A good meeting choice?

Unmoderated Meeting

There are enticing advantages of setting up a meeting of equals

  1. Equality feels right.
  2. Any member can change the path any time. If participants are knowledgeable and experienced in using moderation tools, they can suggest appropriate tools, like One-Point-System, query by acclamation, mind mapping or topic memory.
  3. It is easy – no need to prepare the process and can be set up in no time.

There are also several pitfalls of setting up a meeting of equals

  1. Participants tend to talk over each other so ideas get lost
  2. People are interrupting each other
  3. Speaking times might differ widely because “John” really likes himself talking which leads to just a few using up all the speaking time
  4. “Sally” abstains from sharing her good ideas
  5. Ideas are repeated several times 
  6. Meeting Rules are continuously broken
  7. Nobody bothers summarizing interim or final results, so that plenty of meetings end with no clear outcome

Moderated Meeting

Your team enjoys quite a few advantages by having your meeting actively moderated

  1. Have one person (the “moderator”) responsible for bringing the process forward, not only his own arguments
  2. Improve the group dynamics by having a dedicated “rule enforcer”
  3. Have the moderator structure the talking session with clear instructions given
  4. Have somebody actively inviting “feeble” or “disinterested” participants and their ideas out
  5.  Have a dedicated person to summarize, structure, break and bring the process forward
Presseartikel
Presseartikel "Der schnellste Weg zum Meistermoderator"

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